Neophyten am Auer Dorfbach

von Hayo Wetzlar

Indisches Springkraut am Bach

Im Rahmen der von der Katholischen Kirche im Hexental gestarteten Initiative zur Erhaltung der Schöpfung engagiert sich eine kleine Gruppe von Auer Bürgern für einen möglichst naturnahen und attraktiven Auer Dorfbach. Dazu gehen sie mehrmals im Jahr durch den Bach im Ortsbereich und entfernen besonders die „Neophyten“, vor allem das Indische Springkraut und den Japanischen Knöterich, um den einheimischen bachbegleitenden Pflanzen eine ausreichende Entwicklung vor diesen sehr dominanten Arten zu erlauben.

Uns ist klar, dass sich diese Pflanzen nicht mehr beseitigen lassen, durch kontinuierliche Entnahme lassen sie sich aber soweit zurückdrängen, dass sich die typischen heimischen Pflanzen wie z.B. Blutweiderich und Mädesüß am Ufer gut behaupten können. Dass wir bei den Aktionen auch Müll aufsammeln und sonstige Defizite feststellen, versteht sich von selbst.

Die halbtägigen Neophyten-Aktionen werden im Hexentalblatt und der Tageszeitung angekündigt. Wir freuen uns, mit Ihnen bei dieser Gelegenheit ins Gespräch zu kommen!

Indisches Springkraut

Das Indische oder Drüsige Springkraut, auch Balsamine (Impatiens glandulifer) genannt stammt ursprünglich aus dem Himalaya und gelangte vor 150 Jahren nach Europa. Es wird bis über 2 m hoch und hat ab Juli bis zum ersten Frost lila und insektenfreundliche Blütentrauben. Heute ist es bei uns sehr stark verbreitet. Dazu trägt ein raffinierter Schleudermechanismus für die Ausbreitung der Samen bei, den die kleineren einheimischen Springkrautarten auch aufweisen. Es ist ein einjähriger „invasiver Neophyt“ der mit seiner Dominanz andere Pflanzen verdrängt. Da seine Wurzeln nur sehr oberflächlich wurzeln, fixieren sie das Erdreich nicht, daher sind Ufererosionen die Folge.

Blüten des Indischen SpringkrautsDie Wurzeln des Indischen Springkrauts

Japanischer Staudenknöterich

Der Japanische Staudenknöterich (Reynoutria japonica) ist ein weiterer invasiver Neophyt mit sehr großer Dominanz. Er ist mehrjährig, hat tief verwurzelte Rhizome und wird bis über 3 m hoch. Er ist in China, Korea und Japan heimisch und wurde 1825 nach Europa eingeführt. Bei uns vermehrt er sich hauptsächlich vegetativ über die Rhizome auch über die Verdriftung der Rhizom-Teile bei Hochwasser oder durch Erdtransport mit Wurzelstücken. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Wuchskraft und Robustheit setzt er sich erfolgreich gegen die heimische Flora durch.

Blätter und Blüten des Japanischen RiesenknöterichsJapanischer Riesenknöterich

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