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Klimaschutz und CO2-Abgabe -
Pro und Contra

von Dr. Matthias Seelmann-Eggebert

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Der Klimawandel ist auch im Hexental angekommen. Große Schwankungen der Niederschlagsmenge schlagen sich in schwer kalkulierbaren Ernteerträgen nieder. Die Fichte, die als Nutzbaum überwiegt, kommt mit dem Anstieg der Temperaturen nicht zurecht und verabschiedet sich immer häufiger aus unseren Wäldern.

Obwohl sich die Alarmzeichen verdichten, tritt die Politik in Berlin auf der Stelle. SPD und CDU haben sich in den Koalitionsverhandlungen sogar von den Klimazielen für 2020 verabschiedet. Damit bleibt beim Klimaschutz alles, wie es ist. Aber weiter so ist keine Option! Die CO2 -Uhr tickt und es bleiben realistisch nur 3 Jahre, um die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen.

Eine CO2-Abgabe auf Energieträger wäre ein wirksames und machbares Instrument, um Energieverbrauch und Emissionen in umweltverträglichere Bahnen zu lenken.

Unter dem Titel „Klimaschutz durch CO2 -Abgabe – Pro und Contra“ lädt die WBU am Freitag, den 9.3. um 20 Uhr im Bürgerhaus Au zu einer Informationsveranstaltung zum Konzept der CO2-Abgabe ein.

Nach einem Impulsvortrag vonDr. Jörg Lange, dem Vorsitzenden des Vereins für eine nationale CO2 -Abgabe, findet eine Podiumsdiskussion mit der Bundestagsabgeordneten der Grünen Kerstin Andreae und dem Leiter des Walter-Eucken-Instituts Prof. Dr. Lars Feld, statt. Weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft sind angefragt. Die Diskussion wird geleitet von BZ-Chefreporter Stefan Hupka

Der Verein CO2-Abgabe e.V. www.co2abgabe.de hat das Ziel, die zahlreichen Steuern und Umlagen auf Energie neu am Klimaschutz auszurichten.Mit einer nationalen CO2-Abgabe werden die nationalen Klimaschutzziele erreichbar, die Kosten der Energiewende und des Klimaschutzes gleichzeitig gerechter und sozialverträglicher verteilt und starke Anreize für Investitionen in Energieeffizienz und den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien geschaffen.

Die CO2-Abgabe soll nach dem vom Verein vertretenen Konzept kostenneutral gestaltet werden. Die bisher freigestellte Industrie muss auf angemessene Weise an den externen Emissionskosten beteiligt werden und erhält stattdessen für ihr Exportgeschäft einen Kostenausgleich ähnlich einer Umsatzsteuerrückerstattung.

Wir als WBU-Fraktion sind der Auffassung, dass auch Gemeinden ein klimapolitisches Zeichen setzen sollten, und schlagen vor, dass Au als Gemeinde Mitglied im Verein für eine nationale CO2 -Abgabe wird, und hoffen, dass auch andere Hexental-Gemeinden diesem Beispiel folgen..

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